 
 1 weiteres Bild Das Riesengebirge ist die höchste Gebirgsformation der Sudeten und befindet sich in deren westlichem Teil. 650 km² Fläche bedeckt dieser Gebirgsstock im Gebiet zwischen dem schlesischen und böhmischen Grenzland. Hier kann man ideal bergwandern: 700 km Wanderwege durchziehen diese ursprüngliche Landschaft mit ihren mehr als 1500 m hohen Gipfeln und langgezogenen Kämmen. Ein Markenzeichen am Wege sind die Bauden (Schutzhütten), die auch bewirtschaftet sind und regionale Köstlichkeiten anbieten. Das Zentrum und den höchsten Punkt bildet die dreiseitige Pyramide der Schneekoppe mit ihren schroffen Flanken - zugleich die Grenze zwischen Tschechien und Polen. Aus diesem Gebirge entspringt die Elbe auf 1.386 m Höhe.
1. Tag: Anreise
Anreise über Stuttgart - Nürnberg - Pilsen - Prag nach Harrachov. (ca. 700 km)
2. Tag: Von Oberkleinaupa auf die Schneekoppe und hinab in den Riesengrund
Schwierigkeitsgrad: 3
Gehzeit ca. 5 Std. - Höhenunterschiede 550 m
Von der Grenzbaude gehen wir auf dem tschechischpolnischen Freundschaftsweg bis wir den Kamm erreichen. Oberhalb der Waldgrenze liegt Geröllschutt, der durch Frostverwitterung entstand. Weite Flächen sind mit Latschenkiefern bedeckt. Mit weiten Ausblicken nach Böhmen und Schlesien wandern wir auf die Schneekoppe zu. Wir steigen über den Jubiläumsweg ab und gelangen in den Riesengrund, einst ein Bergwerkrevier. Weiter durch das Tal des Aupabaches gelangen wir nach Petzer unter der Schneekoppe. Rückfahrt und Abendessen.
3. Tag: Von Krummhübel durch den Melzergund zum Aupahochmoor
Schwierigkeitsgrad: 4
Gehzeit 5,5 Std. - Höhenunterschiede 750 m
Von Krummhübel steigen wir durch den Melzergrund, einen der beeindruckensten glazialen Kessel im Riesengebirge zum Schlesierhaus hinauf. Auf dem Kamm geht es weiter auf Bohlenwegen durch das 20 ha große Aupamoor in rund 1400 m Höhe. Der Abstieg erfolgt über den Kleinen Teich, den landschaftlich wohl schönsten Glazialkessel. Zahlreiche Bauden am Weg laden zur Einkehr ein. Die Tour endet in Brückenberg, wo die Stabkirche Wang noch einen Besuch wert ist. Rückfahrt und Abendessen.
4. Tag: Von Hermsdorf zur Burg Kynast bis nach Brückenberg
Schwierigkeitsgrad: 3
Gehzeit: 5 Std. - Höhenunterschiede 500 m
Das Vorgebirge auf der schlesischen Seite bezaubert durch eine heitere Wald- und Wiesenlandschaft, in die hübsche kleine Bauerndörfer hinein gewürfelt sind. Der Aufstieg zur legendenumwobenen Burg Kynast wird von alten Buchen und mächtigen Granitblöcke beschattet. Wir besuchen die Burg und genießen wunderbare Blicke auf den Hirschberger Kessel und den Hauptkamm mit der Schneekoppe. Weiter geht es durch mehrere kleine Tälchen zunächst nach Hain, wo kurz danach der mehrstufige Hainwasserfall Erfrischung bietet. Nach Baberhäuser erfolgt ein letzter Aufstieg bis zum Wanderziel Brückenberg. Rückfahrt und Abendessen.
5. Tag: Zur freien Verfügung
6. Tag: Von Harrachov zur Elbquelle über den Korkonosch zur Rochlitzer Hofbaude
Schwierigkeitsgrad: 4
Gehzeit ca. 7 Std. - Höhenunterschiede ca. 750 m
Wir wandern ab Harrachov am ehemaligen Bergwerk vorbei das romantische Mummeltal hinauf. Auf der Höhe angekommen, gelangen wir zur Wossecker Baude. Weiter auf dem polnisch-tschechischen Freundschaftsweg, der zugleich den Kammweg und die Grenze zwischen beiden Ländern bildet. Dann zweigen wir
zur symbolisch gefassten Elbquelle ab. Entlang des Krokonoschrückens bieten sich wunderbare Tiefblicke in das oberste Elbtal, besonders schön am Pantschefall. An den Schüsselbauden vorbei gelangen wir zur Kesselkoppe und zur traditionsreichen Rochlitzer Hofbaude, wo das tschechische Bier nach der langen Tour besonders gut mundet. Die letzte Etappe verläuft unterhalb der Kesselgruben, einem weiteren glazialen Kar. Der Bus erwartet uns in Horni Mísecky. Rückfahrt und Abendessen.
7. Tag: Von Spindlermühle zum Elbfall und den Schneegruben
Schwierigkeitsgrad: 4
Gehzeit ca. 5 Std. - Höhenunterschiede ca. 700 m
Vom renommierten Skiort Spindlermühle geht es das Tal der jungen Elbe hinauf, am Zusammenfluß mit der Weißen Elbe vorbei, in einen imposanten Granitkessel. Ein gepflasterter Weg führt in vielen Serpentinen den Elbgrund hinauf zum idyllischen Elbfall. Wir gelangen zur Elbfallbaude und steigen noch weiter zum Kamm auf. Vorbei an den Schneegruben, dem wildesten und tiefsten Kar im Riesengebirge. Auch im Hochsommer liegen dort noch Schneereste. Im weiteren Wegverlauf kommen wir an den Granitburgen der Mann- und Mädelsteine vorbei, die wir erklimmen können. Von der Petersbaude über die Doftebaude erfolgt der Abstieg wieder ins Elbetal nach Spindlermühle. Rückfahrt und Abendessen.
8. Tag: Heimreise ( ca. 700 km)
Gut gestärkt vom Frühstück treten wir die Heimreise zu den Zustiegsorten an.
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